Twitterdiskussion: Datenschutz im social Web

Am vergangenen Freitag organisierte Weber Shandwick in Kooperation mit Valentin  & mir erstmalig eine Twitterdiskussion. Anlass dazu war der Mitte der Woche vorgestellte Berichtsband zum Thema Datenschutz im Social Web. Verfolgen konnte man die Twitterdiskussion, indem man dem Hashtag #DaSi folgte.

Zum Einstieg wurden der neue Berichtsband sowie die im Laufe der Woche durchgeführten Twitter-Poll-Ergebnisse als Diskussionsgrundlage in den Raum gestellt. Daraufhin etablierte sich die Julian Lambertin (@framingyou, kurzfristig eingesprungen für @_jrg) und uns (@valentin_h@phirsisch) moderierte Diskussion.

Wichtigste Erkenntnisse und Hauptthemen der Diskussion:

  • Grundsätzlich liegt das größte Problem im Unwissen über Datenschutz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zum einen sind die Konsequenzen der offengelegten Daten nicht klar, zum anderen sind die Nutzer aber durch die vielen Einstellungen überfordert, so die Diskussionsteilnehmer. Lösung dieser Probleme könnte eine Privatssphäre-Einstellung mit einem Klick sein. Aufklärungskampagnen und stärkere Auflagen durch die Politik könnten für mehr Bewusstsein sorgen. Auch im Schulunterricht könnte man Aufklärungsarbeit leisten, bestenfalls durch Experten. Ehrenamtliche Angebote der Diskussionsteilnehmer stießen bis dato aber nach Erfahrung unserer Twitterer leider auf Ablehnung.
  • Die Einstellungen werden von den Netzwerken nur schlecht oder falsch kommuniziert.
  • Eine weitere Forderung der Diskutierenden war die klare und eindeutige Sichtbarkeit, was mit den Daten passiert. Wer kann die Daten innerhalb und außerhalb des Netzwerkes sehen?
  • Das Vertrauen gegenüber Berufsnetzwerken ist größer, da hier keine persönlichen Daten wie Fotos oder Videos öffentlich gemacht werden.
  • Datenschutzeinstellungen sollten aber nicht nur negativ gesehen werden. Es ist eine Frage der Grundeinstellung, welche Daten man von sich selbst preisgibt. Dementsprechend kann man die Einstellungen dann auch zur bewussten Verbreitung von Informationen, ja sogar zur Imagepflege im Web nutzen.

Offene Fragen sind, wie man zum Beispiel ältere User involvieren kann und in wessen Verantwortungsgebiet der Datenschutz letztendlich fällt (User, Netzwerke, Politik?).

Insgesamt waren wir sehr erfreut über die hohe Teilnehmerzahl und die große Dynamik in der Diskussion und überlegen, weitere Debatten dieser oder ähnlicher Art folgen zu lassen.

Nochmal möchten wir uns bei allen Teilnehmern für die anregte Unterhaltung und guten Beiträge bedanken.

Abschließend noch ein paar der vielen Tweets zum Hashtag #DaSi:

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~ von Philip Hirschfeld - 25. September 2010.

2 Antworten to “Twitterdiskussion: Datenschutz im social Web”

  1. Glückwunsch nochmal zur gelungenen Durchführung der Diskussion. Auch wenn sich andere über die Aktion lustig machen (etwa: http://www.facebook.com/smexperten). Das ganze Thema ist ja eh eher exklusiv aufgehangen bei uns. Anspruch und Wirklichkeit… I know I know.

  2. Das ganze war ein Versuch. Der Poll, über den sich die Menschen auf facebook lustig machen, lief nur über 2 Stunden und hatte eh keinen Anspruch auf Repräsentativität. Er diente nur als Anstoss zur Diskussion 🙂

    Und unter diesen Aspekten waren wir alle sehr zufrieden.

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