Studie: Mediaplanung in Sozialen Netzwerken *Updated*

Heute ist es soweit. Wir präsentieren erste Ergebnisse unserer, in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Weber Shandwick und respondi, durchgeführten Studie. Die Studie ist Grundlage unserer Diplomarbeiten (betreuender Dozent: Bernd Schmitz / @schmitz).

Hintergrund und Intention diese Studie durchzuführen war die Tatsache, dass es bis dato noch keinerlei auf Marktdaten basierende Ansätze zur Mediaplanung in Social Networks gibt. Unsere Studie soll dementsprechend eine erste Hinführung zu diesem Thema sein. Unternehmen und Agenturen soll der Auswahlprozess des richtigen Netzwerkes für die Kommunikation mit ihrer Zielgruppe vereinfacht werden.

Befragt wurden in einem Zeitraum von einer Woche (August 2010) 1.009 Personen in den 10 Netzwerken StudiVZ/MeinVZ, Schüler VZ, Facebook, Twitter, Stayfriends, MySpace, Lokalisten, wer-kennt-wen, LinkedIn und XING (jeweils 100 pro Netzwerk, ab 18 Jahre). Unterstützung erhielten wir bei der Abfrage demographischer Daten, Nutzerverhalten und Informationen zu Datenschutz sowie Markeninteraktion vom Marktforschungsinstitut respondi.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie kurz zusammengefasst:

  • Die wichtigsten Netzwerke, also jene, die am stärksten und exklusivsten genutzt werden, sind Facebook, StudiVZ/MeinVZ, sowie wer-kennt-wen.
  • Facebook eines der „ältesten“ Netzwerke. Durchschnittsalter der Nutzer liegt bei 39 Jahren. Stayfriends ist das älteste Netzwerk.
  • Auf mobilen Geräten wird vor allem der Microblogging-Dienst Twitter genutzt. Es folgen Facebook und LinkedIn.
  • Das größte Vertrauen in Bezug auf Datensicherheit bringen Nutzer den Berufsnetzwerken Xing und LinkedIn entgegen, sowie dem Bezahlnetzwerk Stayfriends.
  • Je intensiver sich die Nutzer von sozialen Netzwerken mit ihren individuellen Datenschutzeinstellungen beschäftigen, desto weniger Bedenken haben sie bezüglich der Bedrohung ihrer Privatsphäre durch diese Dienste.
  • Quantitativ bieten die VZ Netzwerke Schüler/Mein/StudiVZ die meisten Möglichkeiten für Markeninteraktion.
  • Nutzer treten umso häufiger mit Marken in Kontakt, je häufiger sie ein Netzwerk besuchen.
  • Die quantitativ höchste Intensität des Markenkontakts besteht bei LinkedIn und Xing, den beiden Berufsnetzwerken – gefolgt von dem Jugend- und Musiknetzwerk Myspace, dem sehr beliebten Allrounder Facebook und dem Microblogging-Dienst Twitter.
  • Gewinnspiele sind vor allem bei dem Microblogging-Dienst Twitter beliebt. Auf den Plätzen folgen Myspace und Facebook.

Die gesamte Studie ist kostenlos beziehbar bei kontakt@webershandwick.de.

UPDATE: Jetzt auch den kompletten Berichtsband auf slideshare anschauen!

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~ von Valentin - 13. September 2010.

3 Antworten to “Studie: Mediaplanung in Sozialen Netzwerken *Updated*”

  1. […] der Rheinischen Fachhochschule in Köln (www.rfh-koeln.de), Valentin Hungrichhaussen und Philip Hirschfeld, sowie respondi online panels eine explorative Studie durchgeführt, die versuchshalber die […]

  2. Ich finde die Studie sehr gut. Endlich mal Zahlen zusammengefasst und verständlich. Befasse mich gerade auch mit Social media Aktiviäten im Rahmen des Marketing-Mix für eine Marketingkonzeption in meiner Bachelorarbeit.

    Und ist die Diplomarbeit bereits erfolgreich abgeschlossen? 🙂

    Viele Grüße
    Andreas

    • Hallo Andreas,
      vielen Dank für das Lob. Solltest Du weitere Fragen haben, scheue dich nicht.

      Diplomarbeitsnote haben wir heute bekommen. Liegt über unseren Erwartungen 😉

      Viele Grüße

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